Abseits der breiten Öffentlichkeit gibt es auch in der Binnenschifffahrt Bemühungen in Richtung eines hochautomatisierten bzw. autonomen Betriebs. Dennoch existieren gerade in diesem Bereich große Herausforderungen, die sich unter anderem durch die komplexen Umgebungssituationen erklären. Daher will TITUS Research mit dem Projekt DataSOW einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Binnenschiffe zukünftig auch autonom operieren können.

Das laufende Projekt wird im Rahmen der Initiative mFUND durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Assoziierter Partner von TITUS Research ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Spree-Havel.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch MDirig Andreas Krüger, Leiter der Unterabteilung Mobilität 4.0 des BMVI, der die Bedeutung von Forschungsprojekten im Bereich der unbemannten Binnenschifffahrt hervorhob. Er betonte, dass mit der Innovationsinitiative mFUND seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen für die Mobilität 4.0 gefördert und Akteure aus Politik, Wirtschaft und Forschung erfolgreich vernetzt werden.

Begrüßt wurde das Publikum ebenfalls von Robert Schumann, Leiter Referat 42 Förderangelegenheiten, Binnenschifffahrt und Logistik im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, sowie von der Teamleiterin Verkehr, Mobilität und Logistik der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB), Sylke Wilde.

Den Projektpartnern und geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurde die Forschungsarbeit von TITUS Research vorgestellt und gemeinsam mit ihnen die Themen rund um die autonome Binnenschifffahrt erörtert. Fachlich dazu beigetragen hatten die Projektleiterin des DataSOW Projektes, Ira HüppeTITUS Research GmbH, die die ersten Forschungsergebnisse und die von TITUS eigens für die Sammlung wichtiger Daten entwickelte Sensorplattform in einem Vortrag präsentierte.

In der Präsentation von Prof. Dr. Thomas Meurer wurde die Initiative „Clean Autonomous Public Transport Network (CAPTN)“ vorgestellt, die durch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel initiiert wurde. Seit 2018 vereint sie diverse Aktivitäten von Partnern aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zur Etablierung einer integrierten innerstädtischen Mobilitätskette autonomer sauberer Verkehrsträger – zu Wasser und zu Land mit Wasser-Land-Schnittstellen für den öffentlichen Personennahverkehr. Anschließend gab Dr. Katharina Kolo, Research Associate Optimization bei der TITUS Research GmbH, einen mathematischen Einblick in die „Optimale Steuerung im Kontext der Binnenschifffahrt".

„Wir haben uns sehr gefreut, unseren Partnern und Gästen die ersten Ergebnisse unseres Forschungsprojektes DataSOW vorstellen zu dürfen,“ so Prof. Dr. Uwe MeinbergCEO der TITUS Research GmbH. „Als Geschäftsführer von TITUS bin ich stolz auf das junge und engagierte Team, das auf der sehr gelungenen Veranstaltung unser Know-how im Bereich Forschung und Entwicklung demonstriert hat.“

Beim anschließenden Get-together wurde das Forschungsboot mitsamt der TITUS Crew an der Anlegestelle des Waldhotels am See vorgestellt, die dem interessierten Publikum Fragen zur Forschungsarbeit auf dem Wasser beantwortete.

Über den mFUND des BMVI
Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Anwendungen für die Mobilität 4.0. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD. Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de.

Über die TITUS Research GmbH
Die TITUS Research GmbH hat ihren Sitz im Zentrum für Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz in Wildau. Das Unternehmen initiiert und bearbeitet anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte für unbemannte hochautomatisierte bzw. autonome Oberflächen- und Luftfahrzeuge und deren zugehörige Infrastrukturen. Auf diese Weise kann TITUS Partnern aus Industrie und Wissenschaft ganzheitliche Forschungsaktivitäten anbieten. Zudem knüpft die TITUS Research GmbH seit 2019 an die bisherige erfolgreiche Arbeit des brandenburgischen Netzwerks CURPAS an.