Am 1. Juli 2021 feierte die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) 30-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass versammelten sich 30 geladene Gäste auf dem Luckauer Betriebshof des Unternehmens, darunter auch Landrat Stephan Loge. Gemeinsam mit dem RVS-Geschäftsführer Siegfried Richter schaute er nicht nur auf die vergangene Zeit zurück, sondern wagte auch einen Blick in die Zukunft.

„Ich bin sehr stolz auf unsere Regionale Verkehrsgesellschaft. Besonders fasziniert mich, dass die RVS den sozialen Aspekt nicht aus den Augen verliert. Der Schülerverkehr ist ein Beispiel, aber auch die Berücksichtigung von weniger mobilen Einwohnern in kleineren Orten des Landkreises ist der RVS wichtig“, so der Landrat. „Mit ihren 51 Linien im Landkreis sorgt sie für die Kommunale Daseinsvorsorge. Dank des Kreistages des Landkreises Dahme-Spreewald ist die finanzielle Unterstützung des Nahverkehrs hier in der Region gesichert.“

Mit einem Zuwendungsbescheid in Höhe von 2 Millionen Euro, den Landrat Stephan Loge dem RVS-Geschäftsführer Siegfried Richter zum Jubiläum übergab, unterstützt der Landkreis die Beschaffung von 20 barrierefreien Niederflurbussen. Insgesamt investiert die Verkehrsgesellschaft in diesem Jahr rund 4,68 Millionen Euro in neue Busse für Mittenwalde, Lübben und Luckau.

Die RVS ist eines der größten und leistungsstärksten Unternehmen des kommunalen Personennahverkehrs im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. 169 Busfahrer und 13 Busfahrerinnen steuern die 130 Busse der RVS entlang der 989 Haltestellen durch den Landkreis Dahme-Spreewald. Auf dem 1.316 Kilometer langen Liniennetz legten die Busse im Jahr 2020 insgesamt 7,49 Millionen Kilometer zurück. Im Laufe des nächsten halben Jahres ist eine Erweiterung des Streckennetzes geplant: So steht neben der Anbindung des Funkerbergs in Königs Wusterhausen und des Zeuthener Winkels auch die Anbindung des Gewerbe- und Industriegebiets in Niederlehme auf der Agenda. Ebenso wird das Netz um Mittenwalde neu strukturiert und um Verbindungen in den Nachbarkreis erweitert. Ein Flächenrufbus aus dem Landkreis Teltow-Fläming soll im Raum Heideblick, Luckau und Drahnsdorf eingesetzt werden.

Marian Volmer, Bereichsleiter Tarif, Vertrieb und Einnahmenaufteilung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), beglückwünschte den RVS zum Jubiläum. „Aus Sicht des VBB ist die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald ein sehr starker und kompetenter Partner. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit und freue mich, gemeinsam mit Ihnen die Zukunft zu gestalten.“

RVS-Geschäftsführer Siegfried Richter gab bereits einen Ausblick: „Alternative Antriebe der Busflotte, das ist die Vision der Zukunft. Ziel ist es, von Dieselmotoren auf Wasserstoffantrieb umzustellen. Hier fehlt es allerdings noch an der nötigen Infrastruktur. Da ist noch viel zu tun. Gemeinsam werden wir dieses Thema angehen“, versprach er. „Eine weitere Herausforderung ist der Fachkräftemangel. Die Akquise von geeignetem Personal wird immer schwieriger. Jeder einzelne Mitarbeitende ist ein wichtiges Rädchen in unserem Unternehmen.“

Die RVS verbindet den Landkreis Dahme-Spreewald mit Berlin und den umliegenden Landkreisen. Dazu wird der Fahrplan regelmäßig mit der BVG in Berlin und auf die Fahrpläne der Deutschen Bahn und der ODEG abgestimmt.