Der Landkreis Dahme-Spreewald hat kürzlich im Kreistag über zwei große Radfahrprojekte getagt. Es wurde dazu ein Radverkehrskonzept für den Landkreis erarbeitet sowie eine Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung Berlin–BER–Königs Wusterhausen.

Radverkehrskonzept

Das Radverkehrskonzept LDS 2030 hat zum Ziel, ein zusammenhängendes Radverkehrsnetz im Landkreis Dahme-Spreewald zu entwickeln, um Radfahren attraktiver zu machen und damit den Radverkehrsanteil im Landkreis signifikant zu erhöhen. Neben dem zukunftsgerechten Neubau von Radwegen, soll beim Ausbau auch auf die Verkehrssicherheit für Radfahrer geachtet werden. Das Konzept dient dazu, die Entwicklung des Radverkehrs im Landkreis bis 2030 durch den Neu- und Ausbau von Radverkehrsanlagen zu steuern. Es soll für die Ämter und Kommunen des LDS eine Argumentationshilfe für die Planung und den Bau von Radverkehrsanlagen darstellen. Zudem wurde damit die Grundlage für die zielgerichtete Beantragung und Verwendung von Fördermitteln erarbeitet. Im Konzept wurden ca. 150 Strecken im gesamten Landkreis zusammengetragen, welche ausgebaut werden sollen. Nur so kann das Radwegenetz für Pendler, Touristen und Schüler attraktiv gestaltet werden. Das Radverkehrskonzept sieht bis 2030 Investitionen in Höhe von knapp 100 Millionen Euro vor.

Radschnellweg

Neben der Stärkung und dem Ausbau des kreisweiten Radverkehrsnetzes soll mit einer regionalen Radschnellverbindung ein Angebot geschaffen werden, welches die Bedingungen für einen zügigen, direkten, komfortablen und sicheren Radverkehr für Pendelnde schafft und somit auch auf Distanzen zwischen 5 und 20 Kilometern eine ernstzunehmende Alternative zum Auto bzw. zur Dämpfung der Spitzenbelastung im Personennahverkehr darstellt. Die Machbarkeitsstudie bildet eine maßgebliche Grundlage zur Konzeption
einer durchgängigen hochwertigen Radverkehrstrasse zwischen dem Süden Berlins und Königs Wusterhausen, die den BER und die umliegenden Industrie- und Gewerbegebiete bzw. deren Entwicklung direkt und nachhaltig verbindet. Laut dem Konzept sollen auch umliegende Wohn- und Gewerbegebiete angeschlossen werden, um den Weg für Berufspendler aus dem gesamten Norden des Kreises attraktiv zu gestalten. Der Radschnellweg soll innerhalb der nächsten fünf Jahre gebaut werden um Königs Wusterhausen ohne Umwege mit dem BER und der Berliner Stadtgrenze verbinden. Die Kosten für den geplanten Radschnellweg von Königs Wusterhausen nach Berlin werden auf 26 Millionen Euro geschätzt.

Die Studien finden Sie hier:
Radverkehrskonzept
Radschnellverbindung