Die Innovations- und Gründerzentren in Deutschland haben sich auch unter den Corona-Einschränkungen und insbesondere in dieser Krisensituation als stabile Institutionen und hilfreiche Anlaufstellen für Gründer erwiesen. Das geht aus einer Erhebung des Bundesverbands Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren (BVIZ e.V.) zu Start-ups und dem Gründungsgeschehen im Jahr 2020 hervor.

So ist die Zahl der Neugründungen in den über 350 deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren im vergangenen Jahr lediglich leicht von 1.360 auf 1.310 zurückgegangen (-4 Prozent). Die Anzahl der extern betreuten Gründungen ist dagegen sogar von 3.620 auf 3.930 gestiegen (+8 Prozent). Die Mehrheit der Zentren gab an, sehr geringe (51 Prozent) bzw. überhaupt keine (35 Prozent) Beeinträchtigungen im Gründungsgeschehen durch Corona erlebt zu haben. Tatsächlich seien bei Start-ups und Unternehmen in den Zentren sogar vielfach innovative Ideen im Kontext der Corona-Pandemie entstanden, sodass neue Geschäftsmodelle erfolgreich am Markt platziert werden konnten.

Während die Anzahl der in den Zentren eingemieteten Unternehmen weitestgehend konstant geblieben ist, ist die Anzahl der Arbeitsplätze bei den eingemieteten Start-ups und Unternehmen im Jahr 2020 sogar leicht gestiegen. Entsprechend ist auch die Auslastung der Mietflächen in den meisten Zentren weiterhin sehr hoch. Die kumulierte Anzahl der zwischenzeitlich aus den Zentren an einen anderen Standort in den Regionen ausgezogenen Unternehmen sowie die Gesamtsumme der über die vergangenen Jahre geschaffenen Arbeitsplätze von über 294.000 spiegeln nicht zuletzt die Kontinuität der Arbeit der Zentren und deren Ergebnisse als effiziente Instrumente regionaler Wirtschaftsförderung wider.