Die Aufnahme schwerer Verkehrsunfälle, die Sicherung forensischer Spuren am Tatort oder die Suche nach vermissten Personen – die Einsatzlagen der Polizei sind vielfältig und erfordern modernste Technik. Die Alberding GmbH in Wildau stattet bereits seit mehreren Jahren die Schutz- und Kriminalpolizei in Rheinland-Pfalz mit dem Alberding A07-RTK-M Vermessungssystem aus. Auch die Drohnenstaffel der rheinland-pfälzischen Polizei nutzt die Technik der Alberding GmbH.

Das gemeinsame Projekt begann 2017 auf Initiative der Polizei Trier. In den vergangenen vier Jahren wurde das Alberding System im Polizeialltag umfassend erprobt und kontinuierlich an die Bedürfnisse der Benutzer und die technischen Entwicklungen angepasst. Mittlerweile nutzen die Schutz- und Kriminalpolizisten der Polizeipräsidien in Trier, Koblenz, Mainz, Westpfalz und Rheinpfalz sowie das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz das Alberding A07-RTK-M Vermessungssystem.

"Durch die satellitengestützte Vermessung und die so gewonnenen GPS-Koordinaten sind wir in der Lage, Unfallspuren schnell und präzise zu dokumentieren, große und komplexe Tatorte besser zu erfassen und die Einsatzkräfte bei der Suche nach vermissten Personen effektiver zu koordinieren", so Torsten Michels, Kriminalhauptkommissar bei der Kriminalpolizei Trier.

Der Alberding A07-RTK-M besteht aus einem Multifrequenz GNSS Board, einem LTE-Modem, einem Bluetooth-Modul mit Antenne, einem Datenspeicher, einem Akku sowie diversen anderen Komponenten in einem Gehäuse. Herzstück des Systems ist ein integrierter Prozessor, der die Steuerung der Sensorkomponenten übernimmt und einen automatisierten Datenfluss ermöglicht. Über einen einfachen Knopfdruck liefert er zentimetergenaue GNSS-Positionen in Echtzeit, die je nach Anwendung per Bluetooth an einen Tablet-PC übertragen, intern gespeichert oder über mobiles Internet an einen Server gesendet werden können.

Zur Erfassung, Auswertung und Visualisierung der Geodaten wurde die Alberding AGIS Software an die spezifischen Anforderungen der Schutz- und Kriminalpolizei Rheinland-Pfalz angepasst. Die sogenannte AGISKP ist mit drei zusätzlichen Menüpunkten ausgestattet: Asservatenerfassung, Passpunktbestimmung und Suchmaßnahmen. "Die Asservatenerfassung kann sowohl drinnen als auch draußen mit bis zu drei Fotos pro Asservat erfolgen. Die Passpunktbestimmung ermöglicht das Erstellen georeferenzierter Bilder beim Drohneneinsatz. Und der Menüpunkt Suchmaßnahme erlaubt die präzise Dokumentation polizeilicher Suchmaßnahmen", so Anne Kwast, Projektingenieurin und zuständige Projektleiterin bei der Alberding GmbH. Der Datentransfer erfolgt anschließend nahtlos zur polizeiinternen Software.

Zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen in der Polizeiarbeit hat Polizei Rheinland-Pfalz ein aktuelles Video erstellt. Der Einsatz des Alberding A07-RTK-M ist in den Minuten 1:02 und 3:08 gut sichtbar: https://youtu.be/_0fSVrPeaKQ

Weitere Informationen zu den Software- und Systemlösungen der Alberding GmbH finden Sie hier: www.alberding.eu.