Der große Umbau

Das Sender- und Funktechnikmuseum auf dem Funkerberg wird in den kommenden Monaten umfangreich saniert. Es erhält einen neuen Eingangsbereich, der den barrierefreien Zugang in alle Ebenen des Senderhauses zulässt. Hinzu kommen moderne Sanitärbereiche, kleine Funktionsflächen und die Sanierung von Fassade und Fenstern.

Als das Senderhaus 1 auf dem Funkerberg der heutigen Rundfunkstadt im Jahr 1916 in Betrieb genommen wurde, war nicht daran zu denken, das dieser Ort einmal ein Museum als Wiege des Rundfunks werden würde. So kommt, das die Ausstellungsflächen des Senderhauses 1 heute in 6 verschiedenen Ebenen liegen, die alle nur über Treppen erreichbar sind.

Mit der Übernahme des Funkerberges durch die Stadt Königs Wusterhausen im Jahr 2006 begannen auch die ersten Bautätigkeiten im Senderhaus 1. Dazu zählen die Ertüchtigung von Fluchtwegen, die Installation einer Brandschutzanlage und die Erschließung einer neuen Lagerfläche. Und immer wieder gab es Überlegungen, einen barrierefreien Zugang zum Senderhaus 1 zu ermöglichen.

Aufgrund der nun begonnen Baumaßnahmen werden die Öffnungszeiten des Museums auf dem Funkerberg in den nächsten Monaten eingeschränkt. Vorerst ist ein Besuch nur am Wochenende und nur nach Voranmeldung möglich. Bitte informieren sie sich immer, bevor sie das Sender- und Funktechnikmuseum besuchen wollen.

Entdeckertour über den Funkerberg

Am 12. September 2021 ist der Internationale Museumstag und es gibt die Möglichkeit das Gelände zusammen mit dem Förderverein neu zu entdecken.

Die Tour beginnt am großen Parabolspiegel der Erdfunkstelle Intersputnik vor dem Senderhaus 1 – der ist zwar immer sichtbar, nur wenige kennen aber seine Geschichte. Weiter geht es zum Mast 17 – dem ältesten Antennenträger Deutschlands, der heute das Wahrzeichen der Rundfunkstadt Königs Wusterhausen ist.

Gleich neben dem Parabolspiegel befindet sich der Geodätische Radioglobus. Noch vor seiner offiziellen Einweihung erzählen wir die Geschichte dieses einmaligen Kunstobjektes.

Über 100 zu Antennen gehörende Fundamente zeugen heute noch vom Antennenwald in Königs Wusterhausen. Die größten und berühmtesten sind die des 243 Meter hohen Mittelturmes. Der Mittelturm steht nicht mehr – seine hausgroßen Fundamente jedoch geben einen Eindruck von diesem gewaltigen Bauwerk. Die Teilnehmer unserer Wanderung können einen Blick hinein werfen- und fast 100 Jahre alte Reste des Mittelturmes bewundern.

In der ehemaligen Funkschule wurden Jahrtzehnte lang die Sendetechniker der DDR ausgebildet. Nach einer umfangreichen Sanierung ist dieser Ort nun wieder eine Bildungsstätte. Noch heute ziert eine Sonnenuhr die Fassade am ehemaligen Speisesaal, auf der wir die aktuelle Uhrzeit ablesen wollen.

Den Abschluss der Entdeckertour bildet ein Blick in das Senderhaus 3. Erstmalig können wir hier einen Sender des ehemaligen Rügenradio zeigen und auch unser riesiges Variometer steht kurz vor der Vollendung.

12. September 2021
Beginn 15:00 Uhr

Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung unter Email: museum@funkerberg.de oder Telefon 01717806599.
Im Teilnehmerbeitrag von 5,- Euro ist der Besuch des Sender- und Funktechnikmuseums enthalten.